Fragen & Antworten
Hier finden Sie oft gestellte Fragen und Antworten rund um Paartherapie und Sexualberatung. Bei weiteren Fragen zögern Sie nicht, mir zu schreiben.
Was ist eigentlich eine „Emotionsfokussierte“ Paartherapie?
Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) nach Dr. Sue Johnson – Eine kurze Einführung
Emotionally Focused Therapy (EFT) ist ein wissenschaftlich fundierter, emotionsfokussierter Ansatz zur Paartherapie, der in den 1980er Jahren von der kanadischen Psychologin Dr. Sue Johnson und ihrem Kollegen Les Greenberg entwickelt wurde.
Ausgangspunkt war die Frage: Was brauchen Paare, um sich sicher, verbunden und geliebt zu fühlen – auch in schwierigen Zeiten? Die Antwort fand Johnson in der Bindungstheorie. Sie erkannte, dass viele Konflikte in Paarbeziehungen nicht auf Kommunikationsprobleme zurückgehen, sondern auf tieferliegende Ängste vor Zurückweisung, Isolation oder dem Verlust emotionaler Nähe.
EFT hilft Paaren, diese oft unbewussten, verletzlichen Gefühle zu erkennen und neue, sichere Bindungsmuster aufzubauen. Dabei werden alte Reaktionsmuster („Kampf, Rückzug, Mauern“) durch ehrliche, emotional zugängliche Interaktion ersetzt. Heute gilt EFT als eine der effektivsten Methoden in der Paartherapie. Studien zeigen, dass über 70 % der behandelten Paare eine dauerhafte Verbesserung ihrer Beziehung erleben – selbst nach jahrelangen Konflikten oder Krisen.
Wie läuft eine Paarberatung ab?
Kontakt und Erstgespräch
Bitte schreibe mir eine E- Mail, eine Nachricht per Whatsapp oder spreche mir auf die Mailbox. Bei einer Nachricht auf meiner Mailbox rufe zeitnah zurück. Gerne vereinbare ich mit Dir entweder sofort einen persönlichen Termin oder – auf Wunsch – ein kostenfreies telefonisches Erstgespräch. Dabei besprechen wir Dein Anliegen, ich erläutere meine Arbeitsweise und Rahmenbedingungen, und wir können offene Fragen klären. Um Euch bestmöglich begleiten zu können, erhaltet ihr beide vor unserem ersten Gespräch einen Fragebogen. Dieser hilft mir, Eure jeweilige Geschichte und Eure Anliegen besser zu verstehen und die Sitzung individuell auf Euch abzustimmen. Alle Angaben sind selbstverständlich freiwillig und werden vertraulich behandelt.
Ablauf und Dauer der Paarberatung
In der Paarberatung gibt es keine festen zeitlichen Vorgaben. Manche Paare benötigen ein oder zwei Gespräche, um ein aktuelles Anliegen zu klären. Meistens ist es sinnvoll, auch jeweils eine oder mehrere Einzelsitzungen mit beiden Klinet*innen durchzuführen. Diese sind auf 50 Minuten angesetzt. Die meisten Paare benötigen einen längeren Prozess, weil sie tiefere Muster bearbeiten werden. In der Praxis zeigt sich, dass für nachhaltige Veränderungen oft etwa 8–15 Sitzungen sinnvoll sind. Dies ist aber nur ein Richtwert.
Die Termine können mit variablen Abständen geplant werden, um Raum für persönliche Entwicklung zu lassen und Erlerntes im Alltag zu üben. In Krisensituationen können Termine auch kurzfristiger vereinbart werden. Meine Arbeitszeiten sind zwischen 8.00 und 17.00 Uhr , Abend- und Wochenendtermine sind nach Absprache gegen Aufpreis von 50 Euro pro Sitzung möglich.
Für Abend- und Wochenendtermine berechne ich einen Aufschlag von 50 Euro pro Sitzung.
Paartermine dauern in der Regel 80 Minuten.
Einzelsitzungen dauern in der Regel 50 Minuten.
Der Weg in die Paartherapie…
Wusstest Du, dass Paare im Durchschnitt etwa drei Jahre warten, bevor sie professionelle Unterstützung durch eine Paartherapie in Anspruch nehmen? Viele versuchen zunächst, ihre Schwierigkeiten selbst zu bewältigen – was an sich verständlich und oft auch hilfreich ist. Doch ohne neue Perspektiven und konkrete Veränderungsimpulse greifen Paare häufig immer wieder zu denselben Mustern, die bislang nicht funktioniert haben. Das führt langfristig zu Frustration, Rückzug oder ständigen Konflikten. Manche Paare hoffen, die Krise einfach ‚auszusitzen‘ – doch je länger sie ausharren, desto größer wird oft die emotionale Distanz. Wenn Paare schließlich den Weg in die Therapie finden, ist die Situation oft bereits festgefahren. Dann braucht es zu Beginn vor allem eines: Die Bereitschaft beider Partner, sich ehrlich einzubringen und gemeinsam neue Wege zu gehen.
Welche Paarberaterin bzw. Sexualberaterin passt zu uns oder mir?
Natürlich ist die fachliche Kompetenz und Zertifizierung bei der Auswahl einer geeigneten Paarberaterin, Paartherapeutin oder Sexualberaterin ein wichtiger Faktor. Studien haben jedoch gezeigt, dass die Qualität der therapeutischen Beziehung entscheidend dafür ist, ob eine Sexualberatung oder Therapie erfolgreich verläuft oder nicht. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf Dein Bauchgefühl zu vertrauen, Unstimmigkeiten anzusprechen und gegebenenfalls auch mutig in Betracht zu ziehen, eine andere Paarberaterin oder eine andere Sexualtherapeutin zu konsultieren.
Wie läuft eine Sexualberatung ab?
Meine Sexualberatung bietet einen geschützten und niedrigschwelligen Raum, in dem einzelne Menschen und Paare ihre Anliegen rund um Sexualität offen ansprechen können.
Muss ich über alles sprechen?
Nein. Du bestimmst, was Du erzählen möchtest und was nicht. Sexualberatung ist kein Verhör, sondern ein geschützter Raum, in dem Du in Deinem Tempo über Themen sprechen kannst, die Dich beschäftigen.
Oft geht es gar nicht um konkrete sexuelle Praktiken, sondern um Fragen wie:
• Warum habe ich keine Lust mehr?
• Wie kann ich Nähe wieder zulassen?
• Wie spreche ich mit meinem Partner oder meiner Partnerin über meine Bedürfnisse?
Manchmal reicht schon ein gemeinsamer Blick auf das, was gerade bremst oder überfordert, um neue Wege zu öffnen. Alles darf, nichts muss.
Wichtig ist mir dabei: Sexualberatung ist keine Therapie und ersetzt keine psychotherapeutische Behandlung bei tiefgreifenden sexuellen Problemen. Vielmehr verstehe ich Sexualberatung als gemeinsamen, fortlaufenden Prozess – ohne schnelle Ratschläge, aber mit viel Raum für Ihre Fragen, Unsicherheiten und Bedürfnisse. Gemeinsam nähern wir uns Deinen Themen mit Offenheit und Respekt. Je nach Situation kann die Beratung durch alltagsnahe Impulse oder kleine ‚Hausaufgaben‘ ergänzt werden, um neue Erfahrungen auch zwischen den Sitzungen zu ermöglichen.
Damit wir die gemeinsame Zeit bestmöglich nutzen können, erhälst Du vor unserem ersten Gespräch einen Fragebogen. Er hilft mir, Deine Situation und Dein Anliegen besser zu verstehen und mich individuell auf Dich einzustimmen. Selbstverständlich sind alle Angaben freiwillig und werden streng vertraulich behandelt.
Ist sexuelle Lustlosigkeit ein Beziehungsproblem?
Nicht unbedingt. Lustlosigkeit kann viele Ursachen haben – körperliche, hormonelle, emotionale oder lebensgeschichtliche. Sie muss nicht bedeuten, dass in der Beziehung etwas falsch läuft.
Aber: Die Beziehung kann den Kontext schaffen, in dem sich Lust entweder entfalten – oder zurückziehen möchte. Deshalb lohnt es sich manchmal, gemeinsam hinzuschauen:
• Fühle ich mich gesehen und sicher?
• Habe ich genug Raum für mich selbst?
• Wie sprechen wir miteinander über Nähe, Rückzug oder Wunsch nach Sexualität?
Warum habe ich keine Lust mehr – stimmt etwas nicht mit mir?
Viele Menschen, vor allem Frauen, erleben Phasen, in denen sexuelle Lust kaum oder gar nicht spürbar ist. Das kann sehr verunsichern – besonders, wenn eigentlich Nähe, Beziehung und Liebe da sind.
In meiner Beratung arbeite ich u. a. mit dem sogenannten Gaspedal-Bremspedal-Modell: Es erklärt, dass Lust nicht einfach „da sein“ muss – sondern entsteht, wenn im Gehirn bestimmte Reize aktiviert werden (das Gaspedal) und gleichzeitig keine inneren oder äußeren Warnsignale auf der Bremse stehen.
In der Beratung unterstütze ich dabei, mehr Verständnis für sich selbst und füreinander zu entwickeln – ohne Schuld oder Druck.
